Hure oder Heilige? Die abenteuerliche Geschichte der Künstlerinnen



Vortrag im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung Mütter des Grundgesetztes zum Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht
Dr. Donatella Chiancone-Schneider
Mit der Ausnahme weniger, sagenumwobener Namen von Malerinnen aus der Antike sind uns bis zur Renaissance so gut wie keine Künstlerinnen bekannt. Dies mag auch daran liegen, dass Frauen in früheren Jahrhunderten keine entsprechende Ausbildung bekommen und auch bei natürlicher Begabung nur im privaten Rahmen und anonym, etwa in einem Kloster, künstlerisch aktiv sein dürfen. Mit der Neuzeit eröffnen sich kreativen Frauen zuvor unerhörte Möglichkeiten, als Malerinnen, Grafikerinnen oder Bildhauerinnen tätig zu werden, wenngleich sie ihre Werke anfangs nicht signieren dürfen. Ab dem 16. Jahrhundert sind immer mehr Künstlerinnen mindestens so gefragt wie ihre männlichen Kollegen, ja sie konkurrieren mit diesen u.a. als offizielle Porträtistinnen an verschiedenen königlichen Höfen in ganz Europa. Während alte Vorurteile noch sehr lange auf beruflich erfolgreichen Frauen lasten, genießen andere bereits zu Lebzeiten einen glänzenden Ruf und manche werden nach ihrem Tod sogar heilig gesprochen. Über die widersprüchliche und wenig bekannte Geschichte bildender Künstlerinnen vom Mittelalter bis zur Moderne informiert diese reich illustrierte Präsentation mit historischem Hintergrundwissen und Beispielen persönlicher Schicksale.
Dr. Donatella Chiancone-Schneider ist promovierte Kunsthistorikerin, freie Kuratorin und populärwissenschaftliche Kunstvermittlerin.
Fr, 02.11.2018, 18.00 - 19.30 Uhr
7,00 € , für Teilnehmende am Studium Generale oder der Frauenakademien ist der Eintritt frei, vhs, Raum 9 (1.OG), Breisgaustr. 19a
In Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Baden-Baden
Unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg

 

 


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