191A015 Kunstfreiheit: Erlaubt ist, was sich ziemt? Überlegungen zur Kunstfreiheit in Zeiten politischer Gereiztheit Baden-Badener Sommerdialoge 2019: Grenzen setzten - Grenzen überwinden

Beginn Do., 25.07.2019, 19:30 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 15,00 € , inkl. Glas Wein bei anschl. Dialog
Dauer 1 Termin
Kursleitung Thea Dorn
Bemerkungen Anmeldung unter kultur@baden-baden.de oder Tel. 07221/93-2006 oder www.baden-baden.de/Sommerdialoge
In Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Baden-Baden

Die Geschichte der Moderne lässt sich auch als eine Geschichte der fortschreitenden Kunstbefreiung erzählen. Fast immer waren es konservative Kreise, die gegen ein anstößiges Kunstwerk Sturm liefen. Spätestens seit der MeToo-Debatte ist jedoch just das linksliberale Milieu, dem die Kunstfreiheit stets als hohes Gut galt,
bereit, Kunstwerke zu skandalisieren und zu verbannen, wenn diese von Frauen oder Angehörigen diskriminierter Minderheiten als verletzend empfunden werden. Gleichzeitig rüstet die politische Gegenseite auf, wie der Fall des Thüringer Staatsanwalts belegt, der gegen eine Aktionskünstlergruppe wegen des Verdachts
auf "Bildung einer kriminellen Vereinigung" ermitteln ließ.
Es scheint, dass die Kunstfreiheit heute von zwei Seiten bedroht ist. Was erzählt diese Eskalation über das veränderte Verständnis von Kunst und ihrer gesellschaftlichen Funktion? Und was bedeuten die enger werdenden Räume für Kunst und Künstler, für Publikum und Öffentlichkeit?
Hinweis: um 18:30 - 19 Uhr Kurzführung durch die Ausstellung Nina Canell in der Staatliche Kunsthalle
Thea Dorn
- Studium Philosophie und Theaterwissenschaften
- Schriftstellerin "Die deutsche Seele" u.a.
- seit 2017 festes Mitglied im "Literarischen Quartett"



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Termine

Datum
Do., 25.07.2019
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Café der Kundsthalle
Dozent
Dorn Thea
Bemerkung